Londoner U-Bahn: Fahrer kündigen acht Streiks an, auch am letzten Adventswochenende
Die U-Bahn-Fahrer der Gewerkschaft RMT haben ab dem 26. November acht 24-Stunden-Streiks angekündigt, darunter das letzte Einkaufswochenende vor Weihnachten.
Wenn du einen großen Weihnachtseinkauf im Zentrum von London geplant hast, check lieber deine Termine. Die U-Bahn-Fahrer der Gewerkschaft RMT haben acht 24-Stunden-Streiks angekündigt, und mehrere davon fallen direkt vor die Feiertage.
Was ist passiert?
Der erste Streik beginnt am 26. November um 12 Uhr mittags. Sechs der acht Streiks liegen in der Vorweihnachtszeit, darunter Aktionen ab Donnerstag, 17. Dezember, mittags und am Samstag, 19. Dezember. Das ist das letzte Einkaufswochenende vor dem großen Fest, es könnten also nur wenige Züge fahren.
Zwei weitere Streiks sind für Anfang Januar geplant, im Februar folgen weitere Aktionen.
Worum geht es in dem Streit?
Es geht um eine Vier-Tage-Woche für U-Bahn-Fahrer. Transport for London (TfL, die Verkehrsbehörde der Hauptstadt) sagt, das Modell sei freiwillig. Die RMT meint, es würde „bestehende Vereinbarungen untergraben und die Arbeitsbedingungen verschlechtern“.
Die Gewerkschaft sagt, sie habe immer noch keine Garantie, dass Fahrer bei ihrem aktuellen Fünf-Tage-Modell bleiben können. Außerdem glaubt sie, dass die Pläne die Schichtzeiten verschlechtern und unberechenbarer machen würden.
Eddie Dempsey, Generalsekretär der RMT, sagte, die London Underground versuche, „einen umfassenden Angriff auf die Arbeitsbedingungen der Fahrer als freiwillige Vier-Tage-Woche zu verkaufen“. Die Mitglieder sollten länger fahren und längere, weniger planbare Schichten akzeptieren.
Die London Underground sieht das anders. Nick Dent, ihr Direktor für Kundenbetrieb, sagte, Fahrer könnten sich jetzt für eine Fünf-Tage-Woche entscheiden und im selben Depot bleiben. Diese Option sei nach Rückmeldungen der Gewerkschaft ergänzt worden. Er forderte die RMT auf, den Vorschlag ihren Mitgliedern vorzulegen.
Warum spricht jetzt jeder darüber?
Wirtschaftsverbände sind besorgt. Karim Fatehi, Chef der London Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer), nannte die Nachricht „zutiefst besorgniserregend“. Die Tage vor Weihnachten seien entscheidende Handelstage, und zu dieser Jahreszeit kämen Hunderttausende Besucher in die Stadt.
Es ist nicht die erste Runde. Die RMT streikte auch im April und Juni, obwohl TfL sagte, die Pläne seien freiwillig, und Aslef, die größte Fahrergewerkschaft, sie voll unterstützte. Die meisten von Aslef vertretenen Fahrer haben die Vier-Tage-Woche begrüßt. Frühere Streiks verursachten große Störungen, auf den meisten Linien fuhren aber trotzdem Züge.
Wie geht es weiter?
Der erste Streik beginnt am 26. November. TfL will, dass die RMT ihr jüngstes Angebot den Mitgliedern vorlegt, die Gewerkschaft verlangt dagegen verbindlichere Garantien. Solange sich das nicht ändert, lohnt sich vor jeder Fahrt ein Blick auf deine Route.
Der Verlauf
RMT-Streiks der U-Bahn-Fahrer zur Vier-Tage-Woche · 3 Ereignisse
Was vor und nach dieser Meldung passiert ist. Noch nicht beschriebene Hintergrund-Ereignisse hat eine KI zusammengefasst.



