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Chipaktien im freien Fall: Seoul stoppt den Handel, Nasdaq mit größtem Minus seit 2020

Zweifel an den KI-Milliarden und Sorgen vor Regulierung nach den US-Midterms lösen einen globalen Tech-Ausverkauf aus. Der Nasdaq 100 verliert 6,4 Prozent.

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A trader looks at red falling stock charts on several screens during a global sell-off of chip and tech shares.
Bild: tagesschau.de

Überall rote Zahlen: Eine Verkaufswelle bei Chip- und Techwerten rollt von der Wall Street über Asien bis nach Frankfurt. In Seoul musste der Handel zeitweise gestoppt werden.

Was ist passiert?

Los ging es in den USA. Große Tech- und Chipkonzerne verloren binnen Stunden Milliarden an Börsenwert. Der Nasdaq 100, der Index der größten US-Technologiewerte, rutschte um 6,4 Prozent ab. Das ist der stärkste Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020.

Auch der breite S&P 500 erlebte seinen schwärzesten Tag seit April 2025.

Danach traf es Asien. Der südkoreanische Leitindex Kospi brach im Frühhandel um fast neun Prozent ein und schloss immer noch gut sechs Prozent im Minus. Der japanische Nikkei 225 stürzte um sechs Prozent ab.

In Seoul stoppte ein sogenannter Circuit Breaker (eine Art Notbremse gegen Panikverkäufe) den Handel für 20 Minuten. Die Regierung berief ein Notfalltreffen mit der Finanzaufsicht und der Zentralbank ein.

Warum reden alle darüber?

Anleger zweifeln, ob sich die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz und neue Rechenzentren je auszahlen. Besonders unter Druck stehen Hersteller von Speicher- und Hochleistungschips.

Dazu kommt die Politik. Nach dem Sieg der Demokraten bei den Midterms (den US-Zwischenwahlen zur Halbzeit der Präsidentschaft) fürchten die Märkte mehr Streit um KI-Regulierung und um Standorte für Rechenzentren.

Stephan Kemper, Chef-Investmentstratege bei BNP Paribas, beschreibt die Angst als simple Kette: Wenn Genehmigungen für Strom und Gebäude stocken, fehlen ab 2028 die fertigen Rechenzentrums-Hüllen, und die heute auf Kredit gekauften Hochleistungschips können keine Erträge bringen. Er spricht von einem Schwarzen Schwan, einem Schock aus heiterem Himmel, und rät, nicht in Panik zu geraten. "Solche schmerzhaften Bereinigungen gehören an der Börse dazu", sagt er.

Und der DAX?

Der zuletzt rekordhohe DAX verlor zum Start bis zu zwei Prozent und fiel unter die Marke von 26.000 Punkten. Verglichen mit den USA und Asien ist das mild, denn im DAX stecken nur wenige große Technologiewerte.

Und jetzt?

Das KI-Unternehmen Anthropic wollte in den kommenden Wochen an die Börse. Laut Reuters, die sich auf Insider berufen, steht die für nächste Woche geplante Werbetour bei Geldgebern für eine Erstnotiz im November nun auf der Kippe.

Schon am Morgen war der Handel in Seoul ausgesetzt worden, als der Ausverkauf Asien erreichte. Wie es weitergeht, hängt davon ab, ob die Verkäufe anhalten.

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Der Verlauf

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Was vor und nach dieser Meldung passiert ist. Noch nicht beschriebene Hintergrund-Ereignisse hat eine KI zusammengefasst.

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