Zwei Distanzknaller und eine Ampelkarte: HSV schlägt Gladbach 3:1
Der HSV gewinnt das Kellerduell gegen Gladbach 3:1 und springt auf Rang acht. Zwei Distanzhämmer und eine Gelb-Rote Karte entscheiden die Partie.

Zwei Tore aus der Ferne, eine Ampelkarte und ein rabenschwarzer Abend für Gladbach: Der Hamburger SV hat das Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach am neunten Spieltag der Bundesliga mit 3:1 (1:1) gewonnen.
Der HSV springt damit von Rang 15 auf Rang acht. Gladbach bleibt mit vier Punkten Tabellenletzter.
Was ist passiert?
Beide Teams hatten früh Chancen. Dann kam die 11. Minute: Miro Muheim bekam den Ball knapp hinter der Mittellinie, legte ihn sich vor und knallte ihn aus rund 30 Metern mit etwa 130 km/h ins rechte untere Eck. Es war sein dritter Treffer der Saison.
Kurz vor der Pause schlug Gladbach zurück. Warmed Omari köpfte eine Flanke aus dem Strafraum, der Ball landete bei Joe Scally. Sein Schuss wurde von Robin Hack abgefälscht und trudelte ins Tor. 1:1 in der 44. Minute.
Was hat das Spiel gedreht?
Kurz nach Wiederanpfiff ging Ko Itakura an der Seitenlinie gegen Albert Grönbaek etwas zu forsch zur Sache und sah Gelb-Rot (49.). Gladbach musste eine ganze Halbzeit in Unterzahl spielen.
Der HSV nutzte das eiskalt. Albert Lokonga spielte Grönbaek frei, der fand Shafiq Nandja, und Nandja schob an Torwart Daniel Batz vorbei zum 2:1 ein (60.).
Sechs Minuten später hätte Gladbach fast ausgeglichen, nachdem Sebastiaan Bornauw gepatzt hatte. Scally brachte den Ball aber nicht über die Linie. Die Antwort kam in der 70. Minute von Grönbaek: Er machte es Muheim nach und hämmerte den Ball aus 25 Metern in den rechten Winkel. Für Batz war der Schuss unhaltbar.
Und jetzt?
Bei Gladbach rückt der verpatzte Saisonstart mit sechs Niederlagen in Folge wieder in den Fokus. Die Lichtblicke gegen Stuttgart und im Pokal gegen Karlsruhe wirken plötzlich weit weg.
Nach der Länderspielpause ist der HSV am Sonntagabend (17.30 Uhr) bei Werder Bremen zu Gast. Gladbach empfängt am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) Borussia Dortmund.



