Putin stellt vier Fabriken von Japan Tobacco in Russland unter Zwangsverwaltung
Putin hat am 5. November per Dekret vier russische Produktionsstandorte der Auslandstochter von Japan Tobacco unter die vorübergehende Kontrolle einer russischen Firma gestellt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das vier Produktionsstandorte in Russland, die einer Auslandstochter von Japan Tobacco (JT) gehören, unter die vorübergehende Kontrolle einer russischen Firma stellt. Er unterschrieb am 5. November.
Betroffen sind Fabriken, die über JTs ausländische Tochtergesellschaft gehalten werden. Das Dekret beschreibt die Regelung als vorübergehend.
Seit Russlands Einmarsch in die Ukraine befindet sich JT in einer heiklen Lage. Im März 2022 kündigte der japanische Tabakkonzern an, keine neuen Investitionen und keine Werbung mehr in Russland zu machen, den Betrieb dort aber fortzuführen.
Es gibt auch einen Präzedenzfall. Im Juli 2023 unterzeichnete Putin ein Dekret, das die russischen Einheiten von Danone und Carlsberg (die Brauerei Baltika) unter vorübergehende, staatlich bestellte Verwaltung stellte. Das setzte das Muster für spätere Übernahmen ausländischer Vermögenswerte.
Für Leserinnen und Leser in Japan heißt das: Das Geschäft eines weiteren japanischen Unternehmens in Russland steht nun unter russischer Kontrolle. Für Russland ist es ein weiterer Fall, in dem Vermögen in ausländischem Besitz unter inländische Verwaltung kommt.
Der Verlauf
Russlands vorübergehende Kontrolle über JT-Fabriken · 3 Ereignisse
Was vor und nach dieser Meldung passiert ist. Noch nicht beschriebene Hintergrund-Ereignisse hat eine KI zusammengefasst.



