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Hollywood verlangt von VFX-Studios jetzt einen KI-Plan, sagt Weta-FX-Chef

Erst verboten die Studios generative KI komplett. Jetzt arbeiten sie laut Weta-FX-CEO nicht mehr mit Effektfirmen ohne KI-Strategie zusammen.

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A visual effects artist works on a motion-capture scene with a digital blue alien creature on a large studio monitor.
Bild: Variety

Vor nicht allzu langer Zeit forderten Hollywoods Anwälte Effektstudios auf, generative KI von ihren Filmen fernzuhalten. Jetzt hat sich die Stimmung gedreht. Laut Daniel Seah, CEO von Weta FX, dem Studio hinter „Der Herr der Ringe“ und „Avatar“, lautet die neue Botschaft der Kunden: keine KI-Strategie, kein Auftrag.

Was ist passiert?

Seah sprach am Freitag in Taipeh vor der Presse, nachdem Weta FX eine Partnerschaft mit der Taiwan Creative Content Agency (TAICCA, der Organisation der Inselrepublik für die Contentbranche) unterzeichnet hatte. Die Vereinbarung wurde beim Taiwan Creative Content Fest bekannt gegeben.

Er erzählte, dass Anfang 2025 jedes große Studio ein Memo verschickt habe, meist von der Rechtsabteilung, wonach generative KI bei ihren Projekten überhaupt nicht eingesetzt werden dürfe. Mitte 2025 erlaubten manche Kunden sie nach vorheriger Genehmigung und nur mit wenigen Firmen. Rund um den Jahreswechsel fragten sie dann nach Wetas KI-Plänen, vor allem um zu sehen, wie viel Geld die Technologie sparen könnte.

Seit dem dritten Quartal, so Seah, laute die Ansage: „Wenn ihr keine KI-Strategie habt, macht euch gar nicht erst die Mühe, mit uns zu arbeiten.“ Wetas Kunden sind vor allem die Big Four der Studios und die Streamingdienste.

Was macht Weta konkret?

Um schneller voranzukommen, arbeitet Weta mit dem taiwanischen Animations- und VFX-Unternehmen Moonshine Studio zusammen, mit dem es seit etwa sechs Monaten kooperiert. Seah sagte, Weta plane nicht, Künstlerinnen und Künstler zu ersetzen. Ziel sei es, den Workflow zu „verbessern und auszubauen“.

Technikchef Kimball Thurston sagte, Weta baue eigene KI-Modelle, „nicht unbedingt Modelle vom Typ ChatGPT“. Außerdem nutze Weta externe Videotools wie Kling AI und ByteDances Seedance, wo Kunden es erlauben – aus Sicherheitsgründen außerhalb Chinas gehostet.

Laut der Vereinbarung suchen TAICCA und Taiwans Kulturministerium junge Talente für mögliche Praktika in den Weta-Büros in Wellington, Melbourne und Vancouver. Weta erklärte außerdem, wahrscheinlich ein Büro in London zu eröffnen.

Warum ist das wichtig?

Das ist eine große Wende nach den vorsichtigen Jahren. 2024 schloss Lionsgate einen KI-Video-Deal mit Runway. 2025 verklagten Disney und Universal Midjourney wegen Urheberrechts. Die Studios waren skeptisch, auch wenn sie experimentierten.

Thurston sagte zudem, Weta habe ein Open-Source-Projekt gestartet, das festhält, welche Datensätze ein Modell verwendet hat. Und er glaubt, dass das Publikum weiterhin menschliche Darstellung will: Man schaue sich auch künftig an, wie ein Schauspieler einen Affen oder einen Na'vi spielt, denn „die Leute wollen den Schauspieler spielen sehen“.

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Hollywood-Studios setzen bei VFX auf generative KI · 3 Ereignisse

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