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FA startet große Studie: Warum reißen bei Fußballerinnen so oft die Kreuzbänder?

Der englische Verband FA und WSL Football finanzieren mit dem Imperial College London eine Doktorarbeit, die klären soll, warum Kreuzbandrisse im Frauenfußball so häufig sind.

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A women's footballer receiving treatment on the pitch from a medical team during a Women's Super League match.
Bild: BBC Sport

Die Football Association (FA, der englische Fußballverband) und WSL Football haben ein großes Forschungsprojekt zu einem der größten Probleme im Frauenfußball gestartet: Kreuzbandverletzungen. Das Ziel ist klar: verstehen, warum sie passieren, und Wege finden, sie zu verringern.

Das vordere Kreuzband (ACL) ist ein zentrales Band im Knie. Wenn es reißt, fallen Spielerinnen oft monatelang aus.

Worum geht es in der Studie?

Die FA finanziert eine Doktorarbeit mit dem Imperial College London und dem Knie-Chirurgen Simon Ball. Leiten wird sie die Forscherin Hanna Lehtovirta.

Spielerinnen aller Vereine der Women's Super League (WSL, Englands höchste Frauenliga) und der WSL2 werden zur Teilnahme eingeladen. Ebenso das medizinische Personal sowie Leistungs- und Trainerteams.

Die Forschung hat zwei Phasen:

  • Phase eins: Befragungen der Spielerinnen zu Verletzungsgeschichte, Trainings- und Spielbelastung sowie hormonellen, ernährungsbezogenen und psychologischen Faktoren. Die Daten von Spielerinnen, die seit 2018/19 einen Kreuzbandriss hatten, werden mit denen von Spielerinnen ohne Riss verglichen.
  • Phase zwei: Interviews mit Spielerinnen und Mitarbeitenden darüber, wie sie Kreuzbandverletzungen sehen und wie Training und Prävention derzeit funktionieren.

Warum ist das wichtig?

Studien deuten darauf hin, dass Fußballerinnen zwei- bis sechsmal häufiger einen Kreuzbandriss erleiden als Fußballer. Vivianne Miedema, Beth Mead, Leah Williamson und Sam Kerr haben das in den vergangenen Jahren alle durchgemacht.

Frühere Studien haben auf mögliche Risikofaktoren hingewiesen: Anatomie, Hormone, Biomechanik und Umfeld. Doch laut den Forschenden wissen wir noch wenig darüber, wie diese Faktoren im Alltag des Spitzenfußballs zusammenwirken.

Die Studie will diese Lücke schließen, indem sie wissenschaftliche Daten mit den tatsächlichen Erfahrungen von Spielerinnen und Mitarbeitenden verbindet. Die Forschenden hoffen, dass die Ergebnisse künftige Strategien zu Verletzungsprävention, Reha und Spielerinnenwohl prägen.

Was ist vorher passiert?

Das Thema beschäftigt die Branche schon länger. Im März 2024 kritisierte ein Ausschuss des britischen Parlaments die „langsame“ Reaktion der Fußballverbände auf die hohe Zahl an Kreuzbandverletzungen bei Spielerinnen.

Im April 2025 gab die Fifa (der Weltfußballverband) bekannt, Forschung zu finanzieren, die untersucht, ob hormonelle Veränderungen im Menstruationszyklus zum Anstieg der Kreuzbandverletzungen im Frauenfußball beitragen könnten.

Wie geht es weiter?

Der erste Schritt ist, Spielerinnen und Mitarbeitende aus der gesamten WSL und WSL2 für die Teilnahme zu gewinnen. Sobald die Befragungen und Interviews abgeschlossen sind, sollen die Ergebnisse in die Arbeit der Vereine bei Prävention und Umgang mit diesen Verletzungen einfließen.

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Der Verlauf

FA-Studie zu Kreuzbandrissen im Frauenfußball · 3 Ereignisse

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  1. FA startet große Studie: Warum reißen bei Fußballerinnen so oft die Kreuzbänder?

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