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Gleiche Haare, gleicher Spitzname: Das Rothaar-Duell Dresden gegen Fürth

Paul Will und Robert Wagner teilen Haarfarbe, Position, Vereine und den Spitznamen Ed. Jetzt treffen sie im Zweitliga-Abstiegsknaller aufeinander.

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Two red-haired football midfielders in the colours of Dynamo Dresden and Greuther Fürth stand side by side before a second-division match.
Bild: bild.de

Manchmal spielt der Zufall echt verrückt. Wenn Dynamo Dresden auf Greuther Fürth trifft, geht es in der 2. Bundesliga um den Abstiegskampf. Und zwei fast identische Mittelfeldspieler stehen sich gegenüber.

Da ist Paul Will (27), früher bei Dynamo. Und da ist Robert Wagner (23), sein Nachfolger im Dresdner Mittelfeld.

Was haben die beiden gemeinsam?

Eine ganze Menge. Beide sind Mittelfeld-Abräumer. Beide haben für beide Vereine gespielt. Beide haben einen Nachnamen mit W. Und beide sind rothaarig.

Deshalb haben sie auch denselben Spitznamen: Ed, wie Sänger Ed Sheeran. Will erzählt, die „Freiburg-Gang“ in Dresden um Claudio Kammerknecht habe ihn manchmal so genannt. „Eher aus Spaß und wenn sie mich mal necken wollten.“ Wagner kennt den Namen von jeder Station und findet ihn „ganz lustig“.

Will scherzt, seine Haare seien inzwischen kürzer, „quasi ein Boxerschnitt“. Robert sei daher näher am Original.

Zwei ähnliche Wege

Die Parallelen hören nicht bei den Haaren auf. Beide kamen im Winter zu ihren Klubs, die damals Letzter beziehungsweise Vorletzter waren. Beide verhinderten den Gang in die 3. Liga.

Fürth schaffte das auf die harte Tour: Am letzten Spieltag gab es ein 3:0 gegen Düsseldorf, dann folgte die Relegation gegen Essen (0:1 und 2:0). Danach blieben beide Spieler bei ihren Leihvereinen.

Will sagt, Trainer Heiko Vogel habe ihm nach seiner Kreuzbandverletzung blind vertraut. Bei Wagner und Dynamo-Coach Thomas Stamm lief es ähnlich.

Will ist Fan: „Uns verbindet schon sehr viel: die Fürther Zeit, die Haarpracht, der ähnliche Körperbau. Robert ist lauf- und kampfstark. Das passt sehr gut zu Dynamo.“

Und jetzt wird's ernst

Auf dem Platz ist Schluss mit lustig. Dynamo ist Schlusslicht und steht massiv unter Druck, die Stimmung in Dresden ist angespannt.

Will kennt das. „Das Stadion kann in beide Richtungen ausschlaggebend sein“, sagt er. Die jüngsten Patzer im Dresdner Spielaufbau nimmt er in Schutz und erinnert an einen ähnlichen Fehler von ihm in Osnabrück. „Es redet keiner darüber, wenn du es 25-mal super aufgelöst hast, sondern nur über das eine Ding.“

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