Aiwanger starb ohne Fremdverschulden – das ist jetzt über seinen Tod bekannt
Einen Tag nach Hubert Aiwangers Tod liegt das vorläufige Obduktionsergebnis vor: keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden. Die Freien Wähler müssen sich nun neu aufstellen.

Einen Tag nach dem Tod von Bayerns Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger gibt es erste Ermittlungsergebnisse. Laut Generalstaatsanwaltschaft Berlin starb der 55-Jährige ohne Fremdverschulden.
Was ist passiert?
Aiwanger wurde am Mittwoch leblos in einem Berliner Hotelzimmer gefunden. Er war in der Stadt, um das neue Hauptstadtbüro der Freien Wähler zu eröffnen, fehlte aber bei der Veranstaltung.
Der Tod löste über alle Parteigrenzen hinweg Bestürzung aus. Markus Söder, seit 2018 Chef der Koalition aus CSU und Freien Wählern, sagte: "Ich bin echt schockiert und auch getroffen." Aiwangers Tod reiße eine tiefe Lücke in die bayerische Politik und in die Herzen vieler Menschen.
Was sagt die Obduktion?
Nach dem vorläufigen Ergebnis gibt es keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden. Weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen stehen aber noch aus, die Ermittlungen dauern an.
Im Prinz-Carl-Palais in München liegt ab Freitag ein Kondolenzbuch aus. Söder ordnete außerdem Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden an.
Und jetzt?
Aiwanger war seit 2006 Landes- und seit 2010 Bundesvorsitzender der Freien Wähler. Als Landeschef wurde er erst vor einem Jahr wiedergewählt. Als Bundesvorsitzender wollte er sich übernächstes Wochenende bestätigen lassen. Der für den 14. November geplante Bundesparteitag wurde verschoben. Partei und Fraktion wollen bis zum Wochenende beraten, wie es weitergeht.
Im Wirtschaftsministerium übernimmt vertretungsweise Staatssekretär Tobias Gotthardt die Amtsgeschäfte. Er kehrt dafür sofort von einer Delegationsreise aus Singapur zurück. Einen neuen Minister muss Söder berufen, der Landtag muss zustimmen. Ob und wann die Freien Wähler Posten neu besetzen, ist offen.
Söder will die gemeinsame Politik mit den Freien Wählern fortsetzen.
Aiwanger hatte seine Partei 2008 erstmals in den Landtag geführt. 2023 geriet er wegen eines antisemitischen Flugblatts aus seiner Schulzeit massiv in die Kritik, holte bei der Wahl aber trotzdem Rekordergebnis von 15,8 Prozent.
Der Verlauf
Aiwangers Tod und die Zukunft der Freien Wähler · 2 Ereignisse
Was vor und nach dieser Meldung passiert ist. Noch nicht beschriebene Hintergrund-Ereignisse hat eine KI zusammengefasst.



